Unser Bezirk hat einen neuen Namen
EmK Sehmatal

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Herzlich Willkommen auf der Homepage der Evangelisch - methodistischen Kirche im Sehmatal!

Liebe Homepagebesucherin, lieber Homepagebesucher!
Wir sind ein Gemeindebezirk aus drei Gemeinden: Neudorf, Cranzahl, Sehma.
Sie sind herzlich eingeladen, unsere Gemeinden zu besuchen. Wir freuen uns auf Sie.

Nächster Gottesdienst

So 03.10. 09:00 Uhr Gottesdienst zu Erntedank mit Abendmahl (S. Mann)
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So 03.10. 10:00 Uhr Gottesdienst & Kindergottesdienst (H. Richter)
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So 03.10. 09:00 Uhr Gottesdienst (mit Compassion) & Kindergottesdienst (R. Süß)
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Angedacht

Monatsspruch September

„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.“
Haggai 1,6

Soll ich tatsächlich über dieses Wort schreiben? Diesen Satz aus einer Strafpredigt des Propheten Haggai, die dieser 520 v.Chr. an seine Landsleute schreibt, die unter dem persischen Herrscher Darius wieder nach Jerusalem zurückgekehrt waren nach Jahren babylonischer Gefangenschaft. Die Zeit ist noch nicht reif, dass man Gottes Haus baue, hatten die heimgekehrten Juden zum eingesetzten Statthalter gesagt; wir haben wichtigeres vor als Tempel zu bauen. Zunächst brauchen wir Häuser für uns und unsere Familien. „Merkt ihrs noch? Oder bekommt ihr’s nicht mit, dass euer emsiges Mühen nichts bringt? Ihr wohnt in getäfelten Häusern und Gottes Haus liegt als Ruine. So geht das nicht, euer Misserfolg, die Dürre und die Missernten haben ihre Ursache darin, dass ihr euch um eure Dinge kümmert und nicht um Gottes Haus.“

Eigentlich wollte ich über diesen Monatsspruch lieber nicht schreiben, weil ich zunächst dachte, das trifft auf uns doch eher nicht zu. Wir haben unsere drei Kirchen auf dem Bezirk in Ordnung. Sie sind einladend, die Gemeinde findet darin Platz, sogar mit Abstandsregeln, wir können Gottesdienste feiern. In Neudorf haben wir gerade unsere Orgel generalüberholt, dass wir sie wieder in reinem und sauberem Klang hören dürfen und sogar mit ihr zusammen singen. Bezahlen konnten wir die Reparatur mühelos durch Spenden. Ist unsere Welt nicht in Ordnung? Ist sie das wirklich?

Hatten wir nicht Ostern 2020 auch intakte Kirchen und wir durften keine Gottesdienste darin feiern? Das war gerade mal vor 16 Monaten. Acht Wochen lang hatte die Regierung unseres Landes Gottesdienste mit versammelten Gemeinden verboten. Es liegt wahrscheinlich Hunderte von Jahren zurück, dass Gottesdienste zum höchsten Fest der Christenheit in Deutschland und auch in vielen anderen „christlichen“ Ländern der Welt nicht erlaubt waren. Das alles, obwohl wir heute gerade in Deutschland vielerorts große Kirchen mit kleinen Gemeinden haben, so dass durchaus Ostergottesdienste mit Einhaltung von Abstandsregeln abgehalten hätten werden können. Wo es eng geworden wäre, konnten mehrere Gottesdienste das Problem lösen. Das Verbot sollte uns Menschen schützen, vor Ansteckung mit Covid 19, einer Krankheit die die Menschheit zu vernichten drohte, so wurde es damals verbreitet. Erst am 29. April erklärte das Bundesverfassungsgericht das Gottesdienstverbot als verfassungswidrig nach einer Klage einer islamischen Gemeinde in Niedersachsen. Anträge einzelner christlicher Gemeinden und einzelner Christen die bereits vor Ostern Verfassungsbeschwerde eingelegt hatten, waren alle abgewiesen worden. Die beiden „ großen“ Kirchen in Deutschland hätten sicher etwas bewirken können.

Ich verstehe die Mächtigen im April 2020 durchaus. Sie wussten keinen Rat und waren der Meinung, wir müssen etwas tun. Nichtstun geht gar nicht, also müssen wir Verbote erlassen, vielleicht hilft das. Könnten die Verbote auch Schaden anrichten? Darüber denken wir gar nicht erst nach; dort setzt mein Unverständnis ein. In ihrer Ratlosigkeit fragte offenbar keiner, sollten wir uns nicht mal an den wenden der gesagt hat: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen?“ Wäre nicht ein Aufruf zum Gebet, zu Fürbittgottesdiensten besser gewesen als ein Verbot der Gottesdienste?

Auch ein Grund, Gott zu preisen, war damals vorhanden. Wir waren nicht nur im Erzgebirge, auch in ganz Deutschland verhältnismäßig glimpflich mit Corona weggekommen. Die Zahl der Neuinfizierten je Tag war zu Ostern 2020 etwa so hoch (oder niedrig) wie heute, als ich diese Zeilen schreibe. Nur damals eindeutig bereits mit sinkender Tendenz.

Wir haben noch immer Grund, Gott zu preisen. Wir haben genug zu essen und werden satt. Wir haben genug, um uns warme Kleider zu kaufen, aus unseren Wasserhähnen fließt sauberes Trinkwasser und unsere Wohnungen bringen wir selbst im strengsten Winter noch angenehm warm. Mit dem Geld in den löchrigen Beutel legen, da haben wir mittlerweile auch unsere Erfahrung. Es soll heutzutage schon negative Zinsen geben. Vielleicht war gerade deshalb die Finanzierung der Orgelsanierung so einfach. Die Einschränkungen zur Bekämpfung von Covid 19 haben uns auch deutlich gemacht, dass unser Wohlstand an einem eher dünnen Faden hängt.

Der Einbruch der Wirtschaft in Deutschland und Europa als Folge der Corona – Einschränkungen mit massiver Kurzarbeit und damit verbundenen Einkommenseinbußen begann nach Ostern 2020. Auch unter uns waren viele betroffen. Sollte es da etwa einen Zusammenhang geben zwischen den ausgefallenen Ostergottesdiensten und dem erfolglosen Mühen und den löchrigen Beuteln? Einen Hinweis erkenne ich jedenfalls an uns alle, auch an die in Regierungsverantwortung. Wenn ihr nicht weiter wisst, wendet euch hin zu Gott und nicht weg von ihm. Das hilft.

K. Heidler

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Dienstag, 28. September 2021 aktualisieren

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